Angebote zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Migranten

Angebote zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Migranten

Mit zahlreichen Angeboten und Initiativen trägt die JSL zur Integration von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Migranten in Leverkusen bei. Im Vordergrund stehen Leistungen wie

 

  • Technische Unterstützung städtischer Übergangseinrichtungen für Flüchtlinge
  • Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen - FIM
  • Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb - KompAS
  • Berufsbezogene ESF/BAMF-Sprachförderung Deutsch
  • Förderzentrum für Flüchtlinge
  • Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung
  • Unterstützung des Projektes 'Mit Migranten für Migranten'

 

Damit bietet die JSL eine breite Hilfe- und Unterstützungskette von der ersten Aufnahme und Orientierung in Leverkusen über Statusklärung, Kompetenzfeststellung, Spracherwerb, Qualifizierung und Beschäftigung in unterschiedlichen Arbeitsfeldern bis hin zur Vermittlung in Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsstellen auf dem Ersten Arbeitsmarkt.

 

 

  • Technische Unterstützung städtischer Übergangseinrichtungen für Flüchtlinge

 

Im Auftrag der Stadt Leverkusen stattet die JSL die städtischen Übergangseinrichtungen für Flüchtlinge aus und unterstützt dort die Hausmeister im Rahmen eines Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojektes  bei der technischen Betreuung der Einrichtungen. Auch die Durchführung kleiner Pflege- und Instandsetzungsarbeiten sowie Reparatur- und Wartungsarbeiten gehören zu den Projektaufgaben. Hier sind drei JSL-Stammmitarbeiter sowie bis zu zwanzig Personen eingesetzt, die zuvor langzeitarbeitslos waren und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II bezogen haben.

 

 

  • Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen - FIM
     

In Kooperation mit zahlreichen Leverkusener Trägern, Institutionen, Vereinen und Einrichtungen  werden gemeinwohlorientierte Tätigkeitsfelder bereitgestellt, die über erste Erfahrungen mit dem beruflichen Leben in Deutschland an die hiesige Lebensweise, an berufliche Tagesabläufe und  Anforderungen des Arbeitsmarktes heranführen. Gleichzeitig wird der Einsatz genutzt, um grundlegende alltagsbezogene und berufliche Sprachkenntnisse zu vermitteln und erste gesellschaftliche Kontakte zu fördern. Diese bereits in den ersten Monaten während des Anerkennungsverfahrens erworbenen Kompetenzen bilden die Grundlage zur Einleitung weiterführender Maßnahmen zur Integration und Arbeitsförderung. Dadurch wird die Zeit in Erstaufnahmeeinrichtungen bzw. Sammelunterkünften in sinnvoller Tagesstruktur verbracht.

 

Exemplarisch liegen den sechs Maßnahme-Monaten folgende Inhalte zugrunde:

 

- Schaffung von Grundlagen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit

- Strukturierung des Tagesablaufs und Stabilisierung der individuellen Situation

- Vermittlung und Anerkennung des deutschen Wertesystems

  (Kultur, Alltag, Sozialkunde)

- Einleitung fachlicher Unterstützungsleistungen zur Beseitigung bestehender
  Problemlagen

- Motivation zu eigenständigen Aktivitäten zur Bewältigung der eigenen
  Lebenssituation (Selbsthilfe)

- Ermöglichung erster Einblicke in Arbeitsabläufe und ‚Training-on-the-Job‘

- Erweiterung der Sprachkenntnisse

- Feststellung arbeitsmarktrelevanter und sozialer Kompetenzen, gegebenenfalls
  Handlungsempfehlungen für den (zukünftigen) Bedarfsträger

- Förderung der sozialen Integration

- Erläuterung und Einleitung möglicher Anschlussperspektiven, um Grundlagen für
  weiterführende Maßnahmen / Kurse / Qualifizierungen zu schaffen und
  perspektivisch eine Arbeitsmarktintegration zu ermöglichen

 

 

  • Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb - KompAS

 

In enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Leverkusener Volkshochschule (VHS) und dem Zentrum für Integration und Bildung (ZIB) führt die JSL die Maßnahme ‚Kompetenzfeststellung, frühzeitige Aktivierung und Spracherwerb – KompAS‘ durch.

 

Die Maßnahme ist auf die Zielgruppe der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus den Herkunftsländern Eritrea, Irak, Iran und Syrien sowie Ausländerinnen und Ausländer ausgerichtet, die über die Berechtigung eines Integrationskurses verfügen. Die Teilnehmenden sind sieben Monate wochentäglich im Regelfall morgens  mit fünf Unterrichtseinheiten im Integrationskurs bei der VHS oder dem ZIB, während sie anschließend von JSL-Sozialpädagogen täglich von Montag bis Donnerstag drei Zeitstunden unterstützt und begleitet werden.

 

Die Maßnahme dient dem Spracherwerb sowie der beruflichen Standortbestimmung und Vorbereitung auf den deutschen Arbeitsmarkt. Die Teilnehmenden erfahren, welche Angebote der aktuelle Arbeitsmarkt bietet, welche Anforderungen erfüllt, welche (Fach-)Kenntnisse fehlen oder ergänzt werden müssen und wie entsprechende Bewerbungsunterlagen aussehen sollten. Zusätzlich erfolgt eine Unterstützung bei den Anerkennungsverfahren von Zeugnissen und Dokumenten. Je nach Bedarf wird Kontakt zu den sozialen Netzwerken in Leverkusen hergestellt. Mit jedem Teilnehmenden wird eine individuelle Aktivierungs- und Eingliederungsstrategie entwickelt und ständig fortgeschrieben.

 

Exemplarisch liegen den sieben Maßnahme-Monaten folgende Inhalte zugrunde:

 

- Sozialpädagogische Begleitung

- Vermittlung berufsbezogener Sprachkompetenzen

- bei Bedarf zusätzliche Sprachunterstützung

- Kompetenzbilanzierung 

- Berufsorientierung 

- Bewerbungstraining 

- Vermittlung berufsfachlicher Kenntnisse 

- Eintragung in die Jobbörse der Agentur für Arbeit 

- Interkulturelle Sensibilisierung 

- Mobilitäts- und Orientierungstraining

- Gegebenenfalls betriebliche Erprobung

- Einbindung sozialer Netzwerke

 

 

  • Berufsbezogene ESF/BAMF-Sprachförderung Deutsch

 

Die JSL führt jährlich vier Kurse des Projekts 'Berufsbezogene Sprachförderung Deutsch als Zweitsprache' im Rahmen des ESF-BAMF-Programms durch, gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds. Pro Kurs erhalten jeweils zwanzig Teilnehmende neben intensivem Sprach- und Fachunterricht weitere Unterstützung rund um das Thema der beruflichen und persönlichen Integration - vor allem bei der Anerkennung der im Ausland erworbenen Abschlüsse. Der Kurs endet mit einem sechswöchigen Praktikum. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

  • Förderzentrum für Flüchtlinge

 

Im Auftrag der Agentur für Arbeit und des Integration Point Leverkusen führt die JSL vom 01.07.2016 bis 30.06.2017 gemeinsam mit den Partnern Kolping Bildungswerk Diözesanverband Köln e.V. – Bildungsstätte Leverkusen - und Wuppermann Bildungswerk Leverkusen GmbH ein weiteres Förderzentren für Flüchtlinge in Leverkusen durch. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

  • Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung

 

Je nach Status, erzieltem Abbau bestehender Vermittlungshemmnisse und erreichter Integration vermittelt die JSL in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern Praktika und akquiriert Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Bei einem erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt wird auch eine ‚Nachunterstützung‘ angeboten, um bei auftretenden Problemen direkt einwirken zu können.

 

 

  • JSL unterstützt Projekt 'Mit Migranten für Migranten'

Gleichzeitig unterstützt die JSL das Projekt 'Mit Migranten für Migranten'. Über das Projekt werden Leverkusener mit Migrationshintergrund zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren ausgebildet. Seit 2008 sind 25 Menschen ausgebildet worden, um dann ihre Landsleute in der jeweiligen Muttersprache über das deutsche Gesundheitssystem und weitere Themen der Gesundheitsförderung und Prävention zu informieren. Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier

 

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Marijanne Knauff

Sprachberatung / individuelle Qualifizierung

 

Telefon: 0 21 71 - 94 74 24

 

marijanne.knauff@joblev.de